Tod im Holz – Leben im Holz

Die Forstwirtschaft im Erzgebirge befürchtet aufgrund der Witterung 2018 eine „Borkenkäferplage“ erheblichen Ausmaßes (Link MDR). Gleichzeitig kündigt das aktuelle Naturschutzkonzept des Staatsbetriebes Sachsenforst für den sächsischen Landeswald „Bewahren und Entwickeln“ (2017) eine stärkere Beachtung von Totholz, also abgestorbenen Bäumen als Einzelbiotope, an. „Sachsenforst wird in diesem Sinne weitere Wälder mit herausragender Habitatqualität auch im bewirtschafteten Landeswald aus der Nutzung nehmen; dies betrifft vor allem alte, totholzreiche Laubwälder und Wälder auf schwer bewirtschaftbaren Standorten mit entsprechenden Habitatmerkmalen. … Außerdem wird in Biotopen kein liegendes oder stehendes
Totholz genutzt.“ Sachsenforst hat erkannt: „So mangelt es auch den als Biotope eingestuften Wäldern häufig an naturwaldtypischen
Habitatstrukturen, vor allem an Biotopbäumen und Totholz … Im sächsischen Landeswald liegen die durchschnittlichen Vorräte an Totholz, gemittelt über alle Altersklassen, bei knapp 16 Festmeter je Hektar… (damit) liegt die durchschnittliche Totholzmenge immer noch rund zehn Festmeter unter dem Bundesdurchschnitt.“ Vielleicht hilft der Borkenkäfer (Bild) – genau wie andere „Totholzproduzenten“ z.B. Wurzelschwamm (Bild) oder Rossameise (Fraßbild) ja dabei, hier aufzuholen. Dass der Borkenkäfer auch Chance sein kann, zeigt der Nationalpark Bayerische Wald (Link Zeit online). Das ist sicher so im Erzgebirge nicht umsetzbar.

https://www.mdr.de/…/borkenkaefer-plage-sachsen-wald-100.ht…

https://www.zeit.de/…/borkenkaefer-nationalpark-bayerischer…

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