Jahreszeitenexpedition Sommer – Bergwiesenpfade zu blauen Steinen

Datum/Zeit
13.08.2019
17:00 - 20:00 Uhr


Lernort der Artenvielfalt, Marienberg OT Rübenau, Einsiedler Straße (Straße nach Kalek) in Höhe Hausnummer 71

Leitung: Kay Meister

Dauer: 3 Stunden, Strecke ca. 9 km

Der Bergbau um Rübenau ab dem 14. Jahrhundert verschlang von Anfang an riesige Mengen an Holz, wodurch der Wald zurückgedrängt wurde und Bergwiesen entstanden. Durch eine extensive Grünlandnutzung stellte sich ein außergewöhnlicher Artenreichtum mit zuweilen über 100 Pflanzenarten auf den Wiesen ein. Er ist heute gefährdet durch Überdüngung aber auch durch Nutzungsänderung. Den Bergwiesen entströmt der aromatische Duft von Bärwurz, Ruchgras, Wiesen-Labkraut sowie anderen Kräutern und Gräsern. Diese Biotope waren Grund für die Ausweisung europäischer Schutzgebiete im oberen Natzschungtal, zu welchen diese Wanderung führen wird. Auf dem Weg werden wir am Rande der Bergwiesen Spuren des ehemaligen Hammerwerkes in Kalek entdecken. Die erste nachgewiesene Besiedlung von Kallich erfolgte im Zusammenhang mit der Förderung von Erzen im Jahr 1579. Blaue Steine als schöne Fundstücke auf der Wanderung und in den Häusern verbaut (Verhüttungsschlacke) zeugen von der bewegten Geschichte des oberen Natzschungtales.

Teilnahmebeitrag: 7,00€. Kostenfrei für Teilnehmer der Bergwiesen-Pflegewoche. Im Anschluss besteht die Möglichkeit am Lernort der Artenvielfalt bei Bio-Wurst vom Grill und Kräuterlimonade (Selbstzahler) zu verweilen und die Blütenvielfalt zu genießen. Festes Wanderschuhwerk erforderlich.